Monatsarchiv: Dezember 2017

Nachtrag: Allerheiligen

Allerheiligen gibt es in Bolivien ein großes Fest. Einen Tag vorher, also am Dienstag den 31.10 wird in den Häusern kreatives Brot gebacken. Häufig in Form einer Leiter die den Aufstieg in den Himmel erleichtern soll, oder in der eines Pferdes, das die Sachen des Toten tragen soll. Man kann aber machen was man will. Auch im Sozial Zentrum haben wir Brot gebacken. Ich habe unter anderem eine Schildkröte, einen Stern, eine Musiknote, und einen Drachen geformt. Es hat super viel Spaß gemacht.

Mein Drache ?

Am Nachmittag konnte man dann in die Häuser gehen die einen schwarz-lila Kranz an der Tür hängen hatten, und dort für die Verstorbenen beten. Dafür hat man dann von dem Brot bekommen. Es hat sich aber komisch angefühlt, weswegen wir es schnell wieder gelassen haben.

An Allerheiligen wurden am Friedhof die Gräber geschmückt und Tische mit Gaben aufgebaut. Brot, Kuchen, Obst, Süßigkeiten machmal auch Getränke und Spielsachen.  Wenn man an einem Grab für den Verstorbenen gebetet hat, hat man im Gegenzug etwas von dem Tisch erhalten, meistens Brot. Und so ziemlich überall hat man eine Schale mit Chicha erhalten. Das ist eine Art Maisbier, das typisch für hier ist. Ich hatte am Ende des Tages einen Sonnenbrand, eine Tüte voll Brot ( und einer Ananas) und          ein bisschen viel getrunken?.

Allein, allein

Seit Sonntag, den 10.12 bin ich alleine im Centro Social. Sofia, die andere Freiwillige war nur für 3 Monate da. Und die sind jetzt um. Es war die ersten Tage ein bisschen einsam, aber inzwischen geht es. Ich freue mich auf Weihnachten, auf die Plätzchen die schon gebacken worden sind und plane meine Reise zum Salar de Uyuni über Silvester.

Außerdem muss ich, da ich viel zu tun hatte, eine schlechte Internet Verbindung war – oder ich einfach zu faul ? – meinen Blog aktualisieren. Was bedeutet, dass ich viele Nachträge (sogar einige von Oktober) schreiben darf. Ich versuche in den nächsten Tagen etwas mehr zum schreiben zu kommen.